Vorwort des
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- aber nicht alle Texte, wurden aus
Wikipedia entnommen.
Die Vereinigten Staaten von Amerika
sind
ein widerspruchsvolles Land und wirklich das ebenso berühmte wie
berüchtigte
Land wahrhaft unbegrenzter Möglichkeiten: konstruktiv, positiv,
vorbildlich,
aber auch ebenso de-
struktiv, negativ und abstoßend. Land und Menschen sind - wie die
Geschichte
- voller Gegensätze und Extreme. Amerika kann man, von einem politisch
konsequenten
Menschenrechtsstandpunkt aus gesehen, nur sehr zwie-
spältig (ambivalent), hin- und hergerissen gegenüberstehen: man muß es
ebenso
lieben wie hassen, ebenso glühend bewundern wie auch verachten. Voller
Anerkennung
und manchmal mit etwas anspornendem Neid - nicht Mißgunst - bestaunen
wir
die großen Leistungen dieser Nation der Neuen Welt in Wissenschaft,
Technik,
Wirtschaft, Sport und inzwischen auch in der Kultur. Auf die
großartigen,
einmaligen und hinreißenden Landschaften Amerikas brauchen wir nicht
besonders
einzugehen, weil dies ein Geschenk der Natur ist und keine
Eigenleistung,
wohl aber der Schutz der Nationalparks:
Wir
Deutsche sind den Amerikanern in mehrfacher Hinsicht zu großem Dank
verpflichtet:
sie haben mitgeholfen, uns von dem Monster Hitler zu befreien und sie
haben
die junge deutsche Demokratie gefördert und Berlin gerettet.
Unvergeßlich
ist den Westdeutschen und besonders den Berlinern Kennedys Wort im Ohr:
"Ich
bin ein Berliner". Und es war eine kluge Verbundenheitsgeste unserer
PolitikerInnen
nun zu sagen: In dieser Stunde, wo Ihr von einem kriegerischen und
furchtbaren
Terrorschlag mitten ins Herz getroffen wurdet, steht Deutschland treu
und
fest zu seinem Bündnispartner und läßt ihn wissen: Jetzt sind wir alle
Amerikaner.
Das ist die eine Seite der Medaille: die Seite der Freundschaft, der
Anteilnahme
und der Solidarität. Aber nur die eine. Wir müssen und wollen uns auch,
gerade
weil uns Amerika wichtig ist, mit der anderen, der hässlichen,
destruktiven,
ja mörderischen Seite Amerikas beschäftigen. Denn die Welt wird kein
Jota
besser, wenn dieses jetzige Amerika siegt, sondern nur, wenn auch
dieses
Amerika sich verändert, wenn auch das bessere, das gute Amerika siegt.
Denn das Böse ist überall, auch in
Amerika,
wie auch das Gute überall ist, auch bei streng orientierten Islamisten,
Christen
oder Juden. Es gibt nur ganz selten die Guten und die Bösen, und wir
alle
tragen beides als potentielle Möglichkeiten in uns. Das Gute und das
Böse
ist in uns allen. Wir können es nicht abschaffen, nur erziehen,
kontrollieren
und kultivieren.