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Tirana ist die Hauptstadt der Republik Albanien. Sie ist das wirtschaftliche, kulturelle, akademische und politische Zentrum des Landes.
Tirana ist auch die größte Stadt und Agglomeration Albaniens. Die Hauptstadt besitzt Universitäten, Museen, einen interna- tionalen Flughafen und vielfältige kulturelle Einrichtungen. Tirana ist zudem Hauptort des Qark Tirana (Präfektur) und des gleichnamigen Kreises (Rreth).

Der Skanderbegplatz am späten Abend

Der belebte Skanderbegplatz am Tag

Wir vor dem Kulturhaus in Tirana

Die sowjetischen Freunde hatten es gestiftet, aber niemals fertig gebaut. Das machten die Albaner dann allein, unter großen Entbehrungen und viel aufwändiger, als es in den rus- sischen Plänen je vorgesehen war. Diese Do-ityourself-Aktion machte das Haus nicht nur zum Kulturzentrum von 70.000 Tiranern, sondern zum Stolz von zwei Millionen Albanern. Was der fremde Besucher für eine Geschmacksverirrung der Stalinzeit halten mag, ist für die Albaner ein Symbol ihrer Politik, die sich in dem Satz zusammenfassen läßt: Niemand soll uns mehr dreinreden. Ausser China war Albanien das einzige Land der Welt, in dem der Stalinismus unter Naturschutz stand. - (Aber das ist längst Vergangenheit). Blicken wir ein bisschen zurück: 1961 bekam nicht nur die albanisch-sowjetische Freundschaft Risse, son- dern auch das riesige "Kulturhaus" am Skanderbegplatz mit dem Denkmal des Freiheits- helden, mitten im Zentrum der "verbotenen Stadt" Tirana.

Der Skanderbegplatz aus anderer Sicht

 
Die Umgebung von Tirana ist schon seit der Altsteinzeit bewohnt. Die ältesten Funde auf Stadtgebiet stammen aus der Römerzeit: Mauern und ein Mosaik einer zu einer Kirche umgebauten römischen Villa aus dem 2. oder 3. Jahrhundert. Im 6. Jahrhundert ließ der römische Kaiser Justinian eine Festung errichten, deren Mauern noch heute im Stadtzen- trum zu sehen sind. Eine richtige Siedlung wurde erst im 17. Jahrhundert unter osmani- scher Herrschaft gegründet: 1614 ließ ein lokaler Feudalherrscher an der Kreuzung zweier Handelswege eine Moschee, Bäder und einen Markt errichten und nannte den Ort "Teh- ran". Tirana blieb lange klein und unbedeutend, bis sie 1920 auf dem Kongress von Lush- nja zur Hauptstadt bestimmt wurde. Darauf wurde schnell aus einem Ort mit wenigen tau- send Einwohnern die größte und bedeutendste Stadt des Landes. König Zogu ließ sich hier einen Palast erbauen und mit italienischer Hilfe wurden Ministerien und eine Prachtstraße angelegt.


Im Zweiten Weltkrieg kämpften Partisanen und die deutsche Wehrmacht mehrere Tage um die Stadt. Zahlreiche historische Gebäude wurden dabei zerstört, darunter auch die wichtigste Moschee, die später renoviert wurde. Die damalige kommunistische Führung setzte den Ausbau der Hauptstadt fort. Neben Industrieanlagen (insbesondere Nahrungs- mittel- und Maschinenfabriken) wurden auch zahlreiche Bildungseinrichtungen (Gründung der Universität 1956) und Kulturzentren (Oper, Museen, Filmstudio, Theater) errichtet.


Eine Kurzlektion in albanischer Geschichte könnte auch bei "Westlern" Verständnis da- für wecken: Jahrtausendelang mußte sich das stolze Bergbauernvolk der Skipetaren mit immer neuen Eroberern herumschlagen. Übergriffe von Türken, Italienern, Griechen, Ju- goslawen, Korruption und schlechte Politiker machten Albanien zum Armenhaus Europas. 1944 übernahm das kommunistische Regime Enver Hodscha die Macht mit dem Ziel, den Rückstand von Jahrhunderten in Rekordzeit wettzumachen. Die Albaner arbeiteten mit eiserner Energie.

Zum Museum Gjergj Kastrioti

 

Gjergj Kastrioti (dt. Georg Kastriota, * 6. Mai 1405 in Dibra; † 17. Januar 1468 in Lezha, genannt Skanderbeg war ein albanischer Fürst. Er ist durch seine Verteidigung Albaniens gegen die Osmanen berühmt geworden. Die Albaner verehren ihn als Nationalhelden. Gjergj Kastrioti war der jüngste Sohn des Fürsten Gjon Kastrioti († 1442) und seiner Gat- tin aus der serbischen Adelsfamilie der Balšici (alb. Balsha). Gjergjs Vater führte seit 1407 fast ständig Krieg gegen die Osmanen. Die Fürstenfamilie hatte vier Söhne und eine Toch- ter. 1415 und wieder 1423 wurde der junge Gjergj nach einer Niederlage des Vaters mit drei Brüdern als Geisel an den Hof des Sultans nach Adrianopel geschickt, wo er als An- gehöriger des Pagenkorps zum Islam übertrat, und die türkische Form des griechischen Vornamen "Alexander", Iskender, als neuen Namen erhielt (daher sein Beiname Skan- derbeg, zu deutsch "Fürst Alexander"). 1438 wurde er von Murad II. als Beg und Wali von Misia, Skuria und Jonima (Hauptort Kruja) ins heimatliche Albanien gesandt.

Skanderbeg's Schlacht gegen die Türken

Als im November 1443 die Ungarn über die Türken siegten, verließ Skanderbeg mit den ihm unterstellten Albanern das Heer des Sultans. Er bemächtigte sich am 27. November 1443 der Festung Kruja, fiel am folgenden Tag offen vom Sultan ab und konvertierte zum Christentum zurück.
1444 gründete er die Liga von Lezha als Verteidigungsbündnis gegen die Türken. Mit dieser Allianz führte Skanderbeg 18 Jahre erfolgreich Krieg gegen die Osmanen, denen es nicht gelang, sich dauerhaft in Mittel- und Nordalbanien festzusetzen.
1451 heiratete Skanderbeg im Kloster Ardenica Donika Arianiti. Sie war die Tochter des Fürsten von Kanina (Vlora), Gjergj Arianiti. 1456 wurde sein Sohn Gjon geboren.

Wir beim Verlassen des Museums

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