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 Santiago wurde am 12. Februar 1541 von Pedro de Valdivia gegründet. Die Zeremonie fand auf dem Hügel Cerro Santa Lucia (von den Picunche-Urein- wohnern Huelén genannt) statt, der heute ein Park am Rande des Zentrums ist. Valdivia wählte den Ort, weil der Río Mapocho hier eine größere Insel bildete. Diese Lage war günstig, um die Stadt gegen die Angriffe der Mapuche zu ver- teidigen. Schon im September 1541 griffen die Indianer Santiago an. Die ersten Gebäude wurden mit Hilfe von Picunche-Indianern errichtet. Ein weiter südlich verlaufender Arm des Río Mapo- cho wurde später trocken gelegt und zur Hauptstraße Alameda umgewandelt (heute heißt sie: Avenida Libertador Bernardo O'Higgins). Der Begriff Alameda stammt von Alamo, einer in Zentralchile verbrei- teten Pappel, also vergleichsweise einer Allee.





| Am 13. Mai 1647 zerstörte ein schweres Erdbeben die Stadt, 12.000 Menschen starben. 1778 wurde die erste Brücke über den Río Mapocho gebaut, die Brücke Puente Cal y Canto, diese verband den außenliegenden Stadtteil La Chimba mit dem Zentrum. Südlich der Stadt liegt die Ebene, auf der am 5. April 1818 die Streitkräfte von Chile unter Bernardo O'Higgins Spanien in der Schlacht von Maipú besiegten. Dies begründete die Unabhängigkeit des Landes. Am 8. Dezember 1863 wurde die Jesuitenkirche Iglesia de la Compañía durch ein Feuer zerstört, den mehr als 2.000 Opfern des Brandes errichtete man ein Denkmal.
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Im Jahr 1885 lebten 189.322 Menschen in Santiago. In den 1930er Jahren begann die Umwandlung der Stadt in eine moderne, industrialisierte Metropole. Rund um den Präsidentenpalast ("La Moneda") entstand das Verwaltungsviertel Barrio Cívico mit vielen Ministerien und anderen öffentlichen Einrichtungen. Die Bevölker- ungszahl stieg durch die Zuwanderung aus Nord- und Südchile rasant an. Trotz der langen Stadtgeschichte kann man die historischen Bauten an zwei Händen abzäh- len, da Santiago - wie der Rest des Landes - regelmäßig von Erdbeben heimge- sucht wird. Älter als 150 Jahre ist kaum ein Gebäude, mit Ausnahme der Casa Colorada (Bild unten links und dem Casa Colorada Museum, Bild rechts unten) der Iglesia San Francisco und der Posada del Corregidor. Sie stammen aus der Zeit, in der Chile noch spanische Kolonie war.
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 Ein anderer Grund dafür, dass es an alten Ge- bäuden mangelt, ist der Neureichtum Chiles. Zur Zeit der spanischen Kolonie hatte es wirt- schaftlich fast keine Bedeutung, der Auf - schwung kam erst nach der Unabhängigkeit. Das erklärt auch das geringe Alter vieler Ge- bäude, die hauptsächlich im neoklassizisti- schen Stil errichtet worden sind. Die Kathedrale am zentralen Platz (Plaza de Armas) zählt aber ebenso zu den Sehenswürdigkeiten wie die älteste Kirche der Stadt, San Francisco, und die Moneda, der klassizistische Präsidentenpalast, der vor wenigen Jahren noch die Einschüsse zeigte, die General Pinochets Truppen beim Putsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende 1973 hinterlas- sen hatten. Weitere Sehenswürdigkeiten sind der am Rande der Altstadt gelegene Cerro San- ta Lucia, eine grüne Parkoase auf dem Hügel, auf dem Santiago gegründet wurde, und der Cerro San Cristóbal, ein in die Stadt hinein- ragender Vorläufer der Anden, der mit einer Zahnradbahn und einer Seilbahn erklommen werden kann. Auf dem Berg befinden sich unter anderem der Zoo von Santiago sowie eine große Marienstatue, ein Wahrzeichen der Stadt. (Bild links)





 Augusto José Ramón Pinochet Ugarte (* 25. No- vember 1915 in Valparaíso, † 10. Dezember 2006 in Santiago de Chile) war ein chilenischer General und Diktator. Vom 11. September 1973 bis zum 11. März 1990 regierte er Chile erst als Vorsitzender einer Militärjunta und später als Präsident (ohne jemals gewählt worden zu sein), nachdem er am Putsch gegen den damaligen sozialistischen Präsidenten Salvador Allende beteiligt war. Während Pinochet von der breiten Weltöffentlichkeit und den meisten Historikern und Politikwissenschaftlern wegen der unzähligen Menschenrechtsverletzungen verurteilt wurde, verteidigten ihn andere. Dies galt sowohl für Chile, wo Pinochet breite Unterstützung in Rechtsparteien wie der UDI, in Unternehmerkreisen und in Mittel- und Oberschicht hatte, als auch für den Rest der Welt, wo vor allem konservative Ökonomen die neoliberalen Struktur- reformen ab 1975 verteidigten. Aus gesundheitlichen Gründen wurde Pinochet 2001 für nicht verhandlungsfähig erklärt, so dass er sich für die unter seinem Regime verübten Menschenrechtsverletzungen nicht vor Gericht verantworten musste.

 

Die Hauptstadt Santiago liegt auf sechs Hügeln und wird vom Panorama der Anden eingerahmt. Hier findet man sowohl moderne Architektur als auch koloniale Bauten und viele schöne Parkanlagen. Da Santiago sehr zentral liegt, ist es ein guter Aus - gangspunkt für Touren in die umliegenden Wein- und Skiregionen und die Pazifik- strände. Chile ist eines der fortschrittlichsten Länder Lateinamerikas und besteht größtenteils aus dem schmalen Küstenstreifen und den über 6000 Meter hohen Ge - birgszügen der Anden. Die Landschaft ist äußerst vielfältig und besteht aus schnee- bedeckten Bergen und Gletschern, tropischen Regenwäldern, heiße Wüsten wie die Atacama-Wüste, fruchtbare Täler und schöne Strände. Zur artenreichen Tierwelt gehören Pinguine, Lamas, Pumas, Flamingos und viele weitere Arten, die in den ver- schiedenen Klimazonen heimisch sind. Chile bietet außerdem eine erstklassige medi- zinische Versorgung und eine hohe Sicherheit.
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| Genau zwei Tage nach dem 1. Advent verließen wir Santiago de Chile und flogen nach Sucre, der Hauptstadt von Bolivien.
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