|
Rückblende
D'Artagnan reitet frohen Mutes aus seinem Dorf

Der junge d'Artagnan bricht im Jahr 1624 aus einem Dorf in der Gascogne
an den Hof Ludwigs XIII. auf, um bei den Musketieren, der Leibwache des
Königs, aufgenommen zu werden.
Natürlich steht die königliche Garde nicht stramm vor dem
ankommenden D'Artagnan, sondern vor König Louis und Königin Anna,
sowie vor Kardinal Richelieu. Amüsiert schaut Königin Anna zu
dem mutigen Reiter, der es wagte, mitten in den königlichen Hof einzureiten
- ohne eingeladen worden zu sein. Doch Athos (rechts, ganz in Schwarz,
ahnt schon, was er möchte, nämlich aufgenommen werden in die
königliche Garde. Und so kam es auch. Welch Glücksgriff die Königin
mit dem neuen Musketier gemacht hatte und wie wertvoll er war sollte sich
für Athos gleich herausstellen - für die Königin etwas später.
Schon am ersten Tag in Paris handelt d'Artagnan sich Duelle mit den
drei Musketieren Athos, Porthos und Aramis ein, die später seine besten
Freunde werden sollen. Als sie sich zum Duell hinter dem Karmeliterkloster
treffen, werden sie von den Gardisten des Kardinals angegriffen und müssen
sich gegen eine Übermacht verteidigen. Dabei rettet d'Artagnan durch
seine Geschicktheit Athos das Leben. Begeistert nimmt das Trio ihn in ihren
Freundschaftsbund auf, ein Quartett, das unschlagbarer ist denn je.
Vor dem Hintergrund der Rivalität zwischen König Ludwig XIII. und dem
Ränkeschmied, Staatsmann und Kardinal Richelieu, werden die vier immer
wieder in Staatsaktionen verwickelt, aus denen sich haarsträubende
Abenteuer ergeben:
Vor allem die höchst pikante Affäre um die Diamantspangen der Königin
und die Eroberung der letzten Hugenottenfestung La Rochelle. Die Diamantspangenaffäre
ist der Höhepunkt einer Reihe von Intrigen, die der Kardinal gesponnen
hat, um die aus der spanischen Habsburgerdynastie stammende Königin
als Verräterin zu entlarven...
Angriff auf die Hugenottenfestung La Rochelle
...Sie steht
jedoch in Wirklichkeit loyal zu ihrem Gatten und zu Frankreich, auch wenn
sie - eine frauliche Schwäche - ihr Herz an den englischen, Premierminister,
den Herzog von Buckingham, verloren, und ihm eben jene ihr vom König
geschenkten Diamantspangen überlassen hat. Wie in jedem guten Ritterroman
gelingt es den Musketieren letztlich auch, alle Fallen Richelieus zu umgehen
und die Ehre ihrer Königin, ihrer höchsten Dame, zu retten.
Die Musketiere selbst sind letzte Blüten am alten Stamm idealistischen Rittertums:
Der edle, weitblickende, gebildete Athos, dem eine weit zurückliegende Frauenaffäre
das Leben verdunkelt; der riesenhafte, dicke, eitle, sinnenfrohe, etwas dumme, aber überaus gutmütige Porthos; der mädchenhaft hübsche,
ritterlich galante, intellektuell ambitionierte Aramis, der sich nie zwischen einer geistlichen Laufbahn, einer Karriere im Staatsdienst und einer als
Frauenheld entscheiden kann und sich in allen dreien prächtig entwickelt. Und schließlich der anfangs so unendlich naive (und unendlich verliebte) d'Artagnan, der sich zu einem Ausbund der ritterlichen Tugenden von Tapferkeit
und Treue entwickelt.
Als sie die Machenschaften des Kardinals vereiteln, der die Königin
in Ungnade bringen will, verliebt sich d'Artagnan in Constance, eine Kammerzofe
der Königin. Als Constance von Intriganten entführt wird, beschließen
die vier Freunde, die junge Frau gegen die Absichten und Gardisten des
Kardinals zu befreien.
D'Artagnan verliebt sich in Contanze und macht ihr einen Heiratsantrag.
Misstrauisch beobacht Kardinal Richelieu den verhassten Musketier
und spinnt schon seine Intrigen.
Während all ihrer Erlebnisse kreuzt jedoch immer wieder "Mylady",
eine geheimnisvolle Frau, ihren Weg und hinterlässt dabei eine Spur
von Bosheit und Intrige.
Soweit die Abenteuer der drei, bezw. jetzt vier Musketiere, die weiterzogen
durch die französischen Lande. Für sie blieb das Leben nur ein
Scherz - sie verzichteten auf Geld und Gut, halfen, wo sie konnten und
schlugen auch kräftig zu, denn rauh war ihre Schale, doch weich ihr
Herz.
|