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Bunt wie ein russischer Bauerngarten leuchten die elf Türme der Basilius­kathedrale auf dem Roten Platz. Der bizarre Bau entstand auf Befehl Iwans des Schrecklichen. Es geht die Sage, der Zar habe den Baumeister nach der Vollendung des Werkes blenden lassen, damit er niemals mehr etwas ähnlich Prächtiges schaffe.
Nach ca. 30 Minuten trieb mich die Neugier in die Nähe des Cockpits. Als gerade der Co-Pilot herauskam und mich sah, winkte er mich freundlich hinein. Er musste meinen Wunsch wohl an meiner Miene abgelesen haben;-) Für einige Minuten durfte ich also mal vorne in der Kanzel sitzen. Leute, das war ein Gefühl. Reinhard May hat recht mit seinem Song:"Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein". Sie ist wirklich grenzenlos:weit und breit kein Haus,
kein Auto *g* und nirgendwo eine versteckt lauernde Radarfalle, um wieder mal ein Knöllchen
zu kassieren.

Rechtes Bild: Ankunft auf dem Moskauer Flughafen. Ein Kollege machte gerade ein Bild von mir, als ich mir einige Noizen machte. Verstohlen winkte er mir mit dem Kopf zu, was bedeuten sollte, dass ich mal nach links schauen solle. Kaum merklich liess ich meinen Blick schweifen und ... naja, wie sollte es mal wieder anders sein: Sie stand lächelnd etwas abseits und sah mir zu, wie ich schrieb. Was ich hinterher auf dem Block gesehen habe, waren allerdings keine Notizen mehr, sondern Hieroklyphen, so sehr war ich von ihr fasziniert. Keine Frage: Die würde meine Begleiterin werden, nahm ich mir fest vor. Und so kam es auch. Gott segne meinen Vater und meine Mutter, die es fertiggebracht haben, dass die "Mischung" bei meinr Zeugung stimmte *g*, und ich - wenn schon kein Glück im Spiel, wenigstens Glück bei den Frauen hatte.;-)

Wegen eines Staatsbesuchs links - man sieht Präsident Bush - mussten wir heute einen anderen Ausgang nehmen. Das nahmen wir gerne in Kauf, denn beim Abschreiten der russischen Ehren-
formation regnete es noch. Etwas später klarte es auf und wir konnten trockenen Fusses zu unserem Bus (ohne H am Ende *g*) laufen. Meine Begleiterin lief auf eine Milizionärin zu, die sie scheinbar kannte , um sich nach irgendetwas zu erkundigen. Sie kam aber wieder zurück und fragte mich, ob sie mit unserem Bus mit in die Innenstadt fahren dürfe, denn es sei weit und breit kein Taxi zu bekommen. Jetzt wusste ich auch, was sie die Milizionärin gefragt hatte. Natürlich nahmen wir sie mit, welch eine Frage ;-)
Wer schon immer einmal einen Verkehrsinfarkt eleben wollte, der sollte sich mal nach Moskau begeben. Unser Bus wühlte sich wie ein Maulwurf durch die Blechlawinen, immer darauf achtend, ob es nicht irgendwann kracht, denn in Russland gibt es zwar ebenfalls eine Strassenverkehrs-
ordnung, die aber kaum beachtet und eingehalten wird. Doch glücklicherweise kamen wir heil und ohne Schrammen vor unserem Hotel Ukraina an: Ein Riesenkoloss, fast eine Stadt in der Stadt. Aber allen Respekt: Die Inneneinrichtung stand dem Standard amerikanischer Hotels in nichts nach. Luxus pur konnte man da nur sagen.

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