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Monaco - das ist die grossartigste Operettenkulisse der Welt. Jeder Bühnenbildner hätte seine helle Freude daran: Eine blaue Hafenbucht vor meist blauem Himmel,


dahinter eine weisse Stadt, die terrassenförmig zu überaus dekorativen Bergen hinaufklettert. Ein romantisches Schloss. Historische Kanonen. Schlanke Palmen.






Das Märchen geht zwar noch weiter, doch die Hauptrolle spielt heute kein edles Fürstenpaar mehr nur noch der Fürst und seine Kinder und vielleicht auch noch die gelegentlich auftretenden Skandale. Die Fürstin - auf tragische Weise tödlich verunglückt - mit dem märchenhaften Namen Gracia Patricia (bürgerlich Grace Kelly) auch das wie im Märchen - ein ehemaliger amerikanischer Filmstar, der sich in eine europäische Prinzessin verwandelte.



23.000 glückliche Untertanen, die keinen Pfennig Steuern zu zahlen brauchen. Gleich wird der Tenor aus den Kulissen treten und seine Auftrittsarie schmettern. Er tut es nicht. Das Märchen ist Realität. Unter die Lupe genommen, besteht es aus drei provencalischen Kleinstädten. Aus Monaco, der "Hauptstadt" auf einem 58 Meter hohen Felsplateau.



Aus Monte Carlo, dem pensionierten Sündenbabel unserer Großväter, und aus La Condamine, dem Geschäftsviertel, zwischen beiden am Hafen gelegen.
Dass diese drei nicht Provinznester Frankreichs oder Italiens sind, sondern sich zum autonomen Staat Moncaco entwickel- ten, verdanken sie einer wechselvollen Geschichte. Seit dem 13. Jahrhundert gehörten sie dem Herrschergeschlecht der Grimaldi, 1793 wurden sie von Frankreich annektiert, 1814 jedoch wieder selbständig. 1861 übernahm Frankreich die Schutzherrschaft.


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