Jefferson City ist die Hauptstadt des Bundesstaates Missou- ri. Die Stadt ist Handelszentrum einer landwirtschaftlich ge- prägten Region. Es gibt auch eine vielfältige Fertigungsindu- strie. Zu deren Erzeugnissen gehören Kosmetika, elektrische Geräte, Druckerzeugnisse und Metallwaren. In der Stadt be- findet sich die Lincoln University, die 1866 von schwarzen Veteranen des Amerikanischen Bürgerkrieges gegründet wurde.
Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt sind das Regierungsge- bäude State Capitol und das Geschichtsmuseum Cole County Historical Society Museum.
Das Gebiet von Jefferson City wurde von Teilnehmern an der Lewis-und-Clark-Expedition 1804 erforscht. Eine Siedlung der Weißen entstand aber erst 1821, als die Bundesregierung Land für die Hauptstadt des Bundesstaates bewilligte. Die Stadt wurde nach dem US-Präsidenten Thomas Jefferson (1801-1809) benannt, (siehe Bild). Die Einwohnerzahl beträgt etwa 36.000.
Die erste europäische Siedlung war das 1735 von den Fran- zosen gegründete Sainte Genevieve, das dem französi- schen Staat Louisiana unterstellt war. Zu dieser Zeit lebten in Missouri überwiegend Indianerstämme der Algonkin und der Sioux. Die zweite europäische Siedlung war Saint Louis, 1764 als Handelsstation errichtet, ein Jahr nach der Über- gabe von Louisiana an die Spanier. 1800 ging es jedoch wieder an Frankreich zurück und wurde drei Jahre später an die Vereinigten Staaten verkauft. 1812 wurde die Region zum Territorium Missouri.