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königliche Schlafzimmer
   
      
In einem der prunkvollen Innenräume
   
In Folge des Umbaus sah das Schloss etwa U-förmig aus, dank einer Trep- pe zum Innenhof vom Westflügel konnte man es nun auch betreten, ohne vorher das Königshäuschen betreten zu müssen. Obwohl es dadurch bereits unnötig war, ließ Ludwig es noch nicht abreißen, da er einen hohen emotio- nalen Bezug zu dem Gebäude hatte. Es wurde damals noch als Holzhaus auf Steinsockel gebaut, diese Bauweise brachte dem Schloss den Spitzna- men Almhütte ein.
     
     
1873 wurde dann das Schloss mit Steinmauern umschlossen und auch das Dach wurde erneuert. Im Folgejahr wurde dann endgültig das Königshäu- schen an seinen heutigen Standort versetzt, etwa zweihundert Meter vom Schloss entfernt. Zugleich wurde der Südtrakt erbaut, die Treppe in der Mitte wurde vom heutigen Treppenhaus ersetzt. Nachdem 1885/1886 auch das Schlafzimmer nach dem letzten Umbau durch Julius Hofmann vollendet wurde, war das Schloss in seiner heutigen Form fertig.
     
     
     
Parallel zum Bau des Schlosses wurden bis 1880 auch die Parkanlagen er- richtet, bestehend aus dem Becken mit einer zweiundzwanzig Meter hohen Fontäne, einer Terrassenanlage mit dem kleinen Venustempel, dem Nep- tunbrunnen mit Kaskade, dem Maurischen Kiosk, dem Marokkanischen Haus, der Venusgrotte, der Hundinghütte, dem Musikpavillion und der Einsiedelei des Gurnemanz.
     
     
Zum Schloss selbst:
   
Es ist das kleinste der drei Schlösser Ludwigs und das einzige, das vollendet wurde. Linderhof gilt zudem als das Lieblingsschloss des Königs, in dem er sich mit großem Abstand am häufigsten aufhielt.
     
     
Das Schloss verfügt wie Herrenchiemsee über ein Tischleindeckdich, das heißt, dass der Tisch des Speisesaals durch eine Mechanik nach unten in die Küche gelassen werden konnte. Dort wurde er gedeckt und in Hand- arbeit wurde er wieder nach oben gekurbelt. Dies muss sehr anstrengend gewesen sein, da Ludwig gerne bis zu neun Gänge verspeiste. Im Schlosspark liegen neben dem Schloss auch noch die Venusgrotte sowie der maurische Kiosk, das marokkanische Haus und das so genannte Königshäuschen.
     
     
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