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Lissabon (portugiesich Lisboa) ist die Hauptstadt und die größte Stadt Portugals sowie des gleichnamigen Regierungsbezirkes und liegt an einer Bucht der Flussmündung des Tejo im äußersten Südwesten Europas an der Atlantikküste der Iberischen Halbinsel. Die Stadt liegt an einer Bucht am nördlichen Ufer der Flussmündung des Tejos im äußersten Südwesten Europas an der Atlantikküste. Der sich kurz vor seiner Mündung ausbreitende Tejo verengt sich auf den letzten Kilometern bis zum Atlantik. Dort zieht sich die Stadt am Ufer entlang. Vom Ufer aus steigt sie stufenförmig an mehreren Hügeln empor. In Lissabon gibt es hohe Hügel und tiefe Taleinschnitte. Die höchste Erhebung im Stadtgebiet erreicht 226 Meter. Die Stadt hat sich lange Zeit nur am Tejo entlang entfaltet. Seit dem 20. Jahrhundert breitet sich die Hauptstadt beständig landeinwärts aus.


Die beliebtesten Straßen und Plätze von Portugals Hauptstadt haben einen Tauf- und einen Rufnamen. Die wenigsten Lissabonner ahnen, daß ihr heißgeliebter "Rossio" von den Behörden eigentlich "Praca Dom Pedro IV." getauft wurde. Das Standbild des königlichen Taufpaten erhebt sich auf einer Marmorsäule über dem Platz.


Jedes Kind in Lissabon weiß: wer etwas auf sich hält, muß sich nachmittags um fünf auf dem schwarzweißen Mosaikpflaster des riesigen Rossio-Rechtecks blicken lassen. Dann sind die vielen Cafes im hochgepriesenen Herzen von Lissabon voll ernster, dunkel gekleideter Männer, die die Ereignisse des Tages diskutieren.
Nachmittags, kurz vor Sonnenuntergang, zeigt sich die Stadt am Tejo von ihrer schönsten Seite. Wer um diese Zeit mit dem Schiff die Tejomün- dung heraufkommt, sieht Lissabon wie eine Vision zwischen Märchen und Wirklichkeit aus dem Wasser aufsteigen. Nicht einmal die Stahlskelette der Fahrstühle und Zahnradbahnen, die Lissabons auf sieben Hügel verteilte Höhenunterschiede überbrücken, können die Harmonie des Bildes stören.


Bevor wir uns direkt ins Cityleben stürzten aßen wir erst noch ein Stück Kuchen und tranken eine Tasse Kaffee dazu. Jeanette war schon auf der Suche nach einem Platz. (Bild unten)


Seit Jahrhunderten baut man in der portugiesischen Hauptstadt alle Häuser so, daß die Fenster aufs Wasser blicken - auf den lehmgelben Tejo mit seinen portweinbeladenen Lastseglern, über den sich seit einigen Jahren die längste Hängebrücke Europas spannt, die Ponte Salazar. Zehn Kilometer dahinter leuchtet schon der grüne Atlantik. "Alles Gute kommt vom Meer" - dieses Sprichwort wurde in Lissabon erfunden. Ein Seemann, kein Geringerer als Odysseus, soll die Stadt gegründet haben.


Ein neugieriger Prinz, dessen Hobby die Seefahrt war, machte sie gross. Heinrich der Seefahrer schickte zum erstenmal Schiffe aus, um zu erkunden, ob hinter dem dunstigen Horizont am Ende Europas tatsächlich noch Seeungeheuer hausten. Die Kapitäne, die seinen Berechnungen folgten, fanden für Portugal ein Weltreich. Lissabon füllte sich mit den nie gesehenen Schätzen fremder Länder. Noch heute scheint über dem edlen Einschnitt der "Praca do Gomercio" unten am Tejo, wo die portugiesischen Könige ihre Karavellen verabschiedeten, der Duft von Zimt und Nelken, der Geruch von Teer zu liegen. Im alten Lissabon, das die Seeleute die glücklichste Stadt der Welt nannten, tanzte das Volk auf der Straße, und die Adligen schmückten ihre Häuser mit Diamanten aus Brasilien.
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