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Die Warnungen der Propheten
| Wie Elisa auf dem Sterbebett gesagt hatte, gewann
Israel drei Schlachten über die Syrer. Doch nach den Jahren des Wohlstands
unter Jerobeam II. (784—744 v. Chr.), dem Sohn des Joas von Israel, wurde
das Königreich immer schwächer und erlebte eine Reihe innenpolitischer
Intrigen und Attentate.Dieser Anfang vom Ende wurde prophezeit von einem
Schafhirten aus Juda, namens Amos, dem ersten von vielen Propheten, die
den Niedergang des jüdischen Volkes weissagten. Er predigte in Israel
gegen Ende der Regierungszeit Jerobeams, um die Mitte des 8. Jahrhunderts
vor Chr. Vor allem tadelte er das luxuriöse Leben und die geistige
Trägheit, die er für die Ursache von Israels Niedergang hielt.
Wehe den Sorglosen in Zion, die ihr nahe rücket
das Jahr des Frevels! Die ihr auf Elfenbeinbetten liegt, ausgestreckt auf
euren Lagern, die ihr Lämmer eßt von der Herde und Kälber
aus der Mast; die da feiern zum Klang der Harfe und sich Lieder ersinnen
wie David; die da trinken vom feinsten Wein und sich salben mit dem besten
Öl! Soll deshalb nicht die Erde erbeben und all ihre Bewohner trauern?
An jenem Tage wird es geschehen, spricht Gott der Herr, da lasse ich die
Sonne untergehen am Mittag, da verwandle ich eure Feste in Trauer und all
eure Lieder in Klagegesang. Siehe, es kommen Tage, spricht Gott der Herr,
da sende ich einen Hunger ins Land, nicht Hunger nach Brot und nicht Durst
nach Wasser, sondern das Wort des Herrn zu hören. Da schwanken sie
von Meer zu Meer und wandern ruhelos von Nord nach 0st, das Wort des Herrn
zu suchen, aber sie finden es nicht.
Hoseas Hoffnungsbotschaft
Auf Amos folgte der Prophet Hosea; doch er predigte
im nördlichen Königreich Israel. Damals begann sich schon an
den Grenzen Israels eine Gefahr abzuzeichnen, die weitaus größer
war als die Gefahr, die Syrien darstellte. Hosea, der zwar das Unglück
prophezeite, predigte jedoch zugleich Hoffnung, forderte auf zur Reue und
verhieß Erlösung durch Gottes Gnade und Liebe.Kehre um, Israel,
zu dem Herrn, deinem Gott! Denn du bist zu Fall gekommen durch deine Schuld.
Sprecht Worte der Reue und kehrt um zum Herrn! Sprecht zu ihm: "Alle Schuld
wollest du vergeben, und uns gnädig empfangen." Dann spricht der Herr
zu Israel: "Deine Pracht soll sein wie die des ÖIbaums. Ihr werdet
zurückkehren und wohnen in meinem Schatten, werdet sein wie ein Garten
und blühen wie der Weinstock." Wer ist weise, daß er dies verstehe?
Wer verständig, daß er es einsehe ? Die Wege des Herrn sind
gerade, und Gerechte wandeln darauf, Frevler aber kommen auf ihnen zu Fall.
Jesajas Vision
Während Hosea in Israel wirkte, lebte in Juda
einer der größten Propheten der Hebräer: Jesaja. Wie Israel,
hatte Juda eine lange Zeit des Friedens und der Wohlhabenheit hinter sich,
und zwar unter Amazia (797—779 r. Chr.) und Usia (779—738 r. Chr.), dem
Sohn und dem Enkel des Joas von Juda.Jesaja war nicht nur ein seherischer
Priester, sondern auch ein weiser Staatsmann und der Berater von Judas
Königen während einer Zeit, da eine Krise auf die andere folgte.
Sie wurden ausgelöst von Kriegsandrohungen fremder Völker, von
traditionellen Feinden (Syrien und Israel) und von einem neuen, äusserst
gefährlichen Freund: Assyrien.
In dem Jahre, da König Usia starb, sah ich
den Herrn auf einem hohen, erhabenen Throne sitzen, und die Schleppen seines
Gewandes füllten den Tempel. Seraphim standen über ihm; ein jeder
hatte sechs Flügel: mit zweien bedeckte er sein Angesicht, mit zweien
bedeckte er seine Füße, und mit zweien flog er. Einer rief dem
andern zu und sprach: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen!
Die ganze Erde ist seiner Herrlichkeit voll!" Da erbebten die Türpfosten
von der Stimme des Rufenden, und das Haus war voll von Rauch.Da sprach
ich: "Wehe mir! Ich bin verloren! Denn ich bin ein Mensch mit unreinen
Lippen und wohne unter einem Volke mit unreinen Lippen! Denn ich habe den
König, den Herrn der Heerscharen, mit meinen Augen gesehen." Da flog
einer der Seraphim zu mir her, in seiner Hand einen glühenden Stein,
den er mit der Zange vom Altar genommen hatte. Er berührte damit meinen
Mund und sprach: "Siehe, dies hat deine Lippen berührt; daher ist
deine Schuld gewichen und deine Sünde gesühnt." Da hörte
ich die Stimme des Herrn, der sprach: "Wen soll ich senden ? Wer wird für
uns gehen ?" Ich sprach: "Hier bin ich. Sende mich!" Der Herr sprach: "Geh
und sprich zu diesem Volke: 'Ihr hört, aber ihr versteht nicht! Ihr
seht, aber ihr erkennt nicht.'Verstocke das Herz dieses Volkes! Mache taub
seine Ohren und blind seine Augen, daß es mit seinen Augen nicht
sehe und mit seinen Ohren nicht höre, daß nicht sein Herz einsichtig
werde und man es wieder heile." Da sprach ich: "Wie lange, o Herr ?" Gott
antwortete: "Bis die Städte öde liegen ohne Bewohner und die
Häuser ohne Menschen, und das Land nur noch Wüste ist. Dann wird
der Herr die Menschen weit hinwegführen und das ganze Land wird veröden." |
Aufschub für Jerusalem

| Usia herrschte zweiundfünfzig Jahre in Jerusalem.
Als er starb, regierte sein Sohn Jotham (738—736 v. Chr.) Als Jotham starb,
begruben sie ihn in der Stadt Davids. Nach ihm regierte Ahas (736—721 v.
Chr.), sein Sohn.Es begab sich in den Tagen des Ahas, daß der König
von Syrien und der König von Israel herzogen, Jerusalem zu bestürmen,
aber sie konnten es nicht einnehmen. Der Herr aber sprach zu Jesaja: "Geh
dem Ahas entgegen und sprich zu ihm: 'Sei gefaßt und und bleibe ruhig!
Fürchte dich nicht vor diesen zwei rauchenden Feuerbränden, Syrien
und Israel. Sie haben Böses gegen dich beschlossen, aber es soll nicht
geschehen!' " Weiter redete der Herr zu Ahas: "Fordere dir ein Zeichen
vom Herrn, deinem Gott." Da sprach Ahas: "Ich will nicht bitten, um den
Herrn nicht zu versuchen." Darauf sprach Jesaja: "Hört doch, ihr vom
Hause Davids: Ist es euch nicht genug, Menschen zu beleidigen, daß
ihr auch noch meinen Gott beleidigt ? Darum wird euch der Herr selbst ein
Zeichen geben:'Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären
und seinen Namen 'Immanuel' nennen. Dickmilch und Honig wird er essen,
bis er versteht, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen.
Denr ehe der Knabe versteht, das Böse zu verwerfen und das Gute zu
wählen, wird das Land verödet sein, vor dessen beiden Königen
mir graut. Das Volk, das im Finsteren wandelt, schaut ein großes
Licht; die im Lande des Dunkels wohnen, über ihnen strahlt ein Licht
auf. Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt, und die Herrschaft
ruht auf seinen Schultern. Er wird genannt: Wundertat, starker Gott, Ewigvater,
Friedensfürst. Groß wird die Herrschaft sein und des Friedens
kein Ende von nun an bis in Ewigkeit. Das wird der Eifer des Herrn der
Herrscharen tun.' " Ahas sandte Boten zum König von Assyrien
und ließ ihm sagen: "Komm und errette mich von dem König von
Syrien und dem König von Israel, die sich gegen mich erhoben haben."
Ahas nahm alles Silber und alles Gold aus dem Tempel des Herrn und aus
den Schatzkammern des Königs, und sandte es dem König von Assyrien
als Geschenk. Da erhörte der König von Assyrien Ahas Bitte und
zog gegen Damaskus und tötete den König von Syrien.
(Die Assyrer unter König Sargon II. besiegten
nicht nur Damaskus und den König von Syrien; sie belagerten auch wenige
Jahre später Samaria, die Hauptstadt des nördlichen Königreiches,
und nahmen es ein. Der Fall Samarias im Jahre 722 v. Chr. bedeutete das
Ende Israels als Volk. Die Israeliten wurden in alle Teile des assyrischen
Reiches zerstreut.Juda jedoch, dem südlichen Königreich, gelang
es wie durch ein Wunder, alles zu überstehen. Die Assyrer griffen
zwar im Jahre 701 v. Chr. Jerusalem an, aber ihr Heer wurde von der Pest
befallen und mußte abziehen. Der hochbetagte Jesaja sah in diesen
Ereignissen die Erlösung seines Volkes durch die Hand Gottes. Die
Auslegung und Erklärung von Gottes Wirken in der Geschichte war eine
wichtige Aufgabe der Propheten). |
Josia, der gerechte König

| (Nach König Ahas' Tod regierte sein Sohn
Hisitia (721- 693 u. Chr.), gefolgt von Manasse (693 - 639 v. Chr.), Amon
(639 - 638 v. Chr.) und Josia (638 - 608 v. Chr.). Während Josias
Regierungszeit fand eines der bedeutendsten historischen Ereignisse der
hebräischen Geschichte statt: die Entdeckung des Gesetzbuches Deuteronomium.
Diesels Dokument enthielt eine große Anzahl von Lebensregeln und
Regeln für das religiöse Leben, denen Juden und Christen noch
heute folgen. Es machte auf König Josia einen tiefen Eindruck. Er
versuchte, die Regeln des Buches wieder in Kraft zu setzen und schaffte
viele der heidnischen Elemente ab, die in das Leben und Beten seines Volkes
eingedrungen waren).
Acht Jahre alt war Josia, als er König wurde,
31 Jahre regierte er zu Jerusalem. Er tat, was dem Herrn wohlgefiel. Er
wandelte ganz auf dem Wege seines Ahnherrn David und wich nicht davon ab,
weder zur Rechten noch zur Linken.Nun begab es sich im achtzehnten Regierungsjahr
des Königs Josia, da sandte der König den Schreiber Saphan, den
Sohn Azaljas in den Tempel des Herrn.Dort sprach der Hohepriester Hilkla
zu ihm: "Ich habe das Gesetzbuch des Herrn im Tempel gefunden." Hilkia
übergab es Saphan. Danach zeigte der Schreiber dem König
das Buch und sprach: "Der Priester Hilkia hat mir ein Buch gegeben. Saphan
las es dem König vor. Als der König die Worte des Gesetzbuches
hörte, zerriß er seine Kleider, denn er wußte, daß
seine Väter nicht auf die Worte des Buches gehört hatten und
nicht getan hatten, was darin geschrieben stand. Der König berief
alle Ältesten von Juda und Jerusalem zu sich. Dann ging er hinauf
in den Tempel des Herrn, und alle Männer von Juda und alle Bewohner
von Jerusalem mit ihm, und auch die Priester und die Propheten und alles
Volk, klein und groß; er las ihnen alle Worte des Bundesbuches vor,
das im Tempel des Herrn gefunden worden war. Hierauf trat der König
auf das Königspodium und verpflichtete sich vor dem Herrn, ihm anzuhängen
und seine Gebote, Verordnungen und Satzungen von ganzem Herzen und von
ganzer Seele zu halten, um so die Worte dieses Bundes, die in diesem Buch
geschrieben standen, in Kraft zu setzen. Das ganze Volk trat dem Bunde
bei.
Josia verbietet Götzenanbetung
Dann gebot der König dem Hohepriester Hilkia,
dem zweiten Priester und den Türhütern, alle Geräte hinauszuschaffen,
die man dem Baal und der Aschera und den anderen Göttern gemacht hatte.
Er ließ sie draußen vor Jerusalem auf den Feldern am Kidron
verbrennen und ihre Asche nach Bethel bringen.Auch beseitigte er die Götzenpriester,
welche die Könige von Juda eingesetzt hatten und die auf den Höhen
in den Städten Judas und in der Umgebung von Jerusalem opferten, und
auch die, welche dem Baal, der Sonne, dem Mond, den Gestirnen des Tierkreises
und allen anderen Göttern opferten. Auch die Totenbeschwörer
und Zauberer, die Bilder, Götzen und alle Greuel, die man in Juda
und Jerusalem fand, rottete er aus, um die Worte des Buches zu vollstrecken,
die geschrieben standen in dem Buche, das der Priester Hilkia im Tempel
des Herrn gefunden hatte.Wie er ist vor ihm kein König gewesen, der
sich so aus ganzem Herzen und aus ganzer Seele und mit allen seinen Kräften
zum Herrn bekehrte, ganz nach dem Gesetz Moses; auch nach ihm ist seinesgleichen
nicht mehr gekommen. |
Der Fall Jerusalems

| (Unter der Herrschaft des Königs Josia
trat in Juda ein anderer großer Prophet auf: Jeremia,der ebenso wie
Jesaja ein begeisterter Sprecher für seinen Gott und ein kluger Kenner
der politischen Lage war. Er wirkte unter fünf Königen von Juda,
zu einer Zeit, da sein Volk ständig von starken Mächten bedrängt
wurde. Immer wieder riet Jeremia zur Unterwerfung. Daher zerstritt er sich
häufig mit den Herrschern).
Diese Worte des Herrn ergingen an den Propheten
Jeremia:"Siehe, ich mache meine Worte in deinem Munde zu Feuer und dieses
Volk wird zu Brennholz, und es wird sie verzehren.Ich bringe über
euch, Haus Israel, ein Volk aus der Ferne; ein uraltes Volk, ein Volk,
dessen Sprache du nicht kennst und nicht verstehst. Es frißt deine
Ernte und dein Brot, es frißt deine Söhne und Töchter.
Es frißt deine Schafe und deine Rinder, es frißt deinen Weinstock
und Feigenbaum. Es zerstört mit dem Schwert deine festen Städte,
auf welche du dich verläßt. Doch auch in jenen Tagen, spricht
der Herr, will ich euch nicht den Garaus machen. Wenn ihr sprecht: 'Wofür
hat der Herr, unser Gott, uns das alles getan ?' so antworte ihnen: 'Wie
ihr mich verlassen und fremden Göttern gedient habt im eignen Lande,
so sollt ihr Fremden dienen in fremdem Lande.' Höre doch dies, du
törichtes, unverständiges Volk, die ihr Augen habt und doch nicht
seht, Ohren habt und doch nicht hört!"
Juda wird von fremden Mächten unterjocht
König Josia wurde in der Schlacht bei Megiddo
getötet, die er gegen den Pharao schlug. Nach ihm regierte sein Sohn
Joahas (608 v. Chr.) an seiner Statt. Er tat, was dem Herrn mißfiel,
genau wie seine Väter getan hatten. Nach drei Monaten aber wurde er
vom Pharao, dem König von Ägypten, gestürzt und sein Bruder
Jojakim (608—597 v. Chr.) zum König gemacht.
Dem Lande aber legte der Pharao eine Geldbuße
auf, hundert Talente Silber und zehn Talente Gold. Jojakim mußte
das Volk einschätzen lassen, um von ihm Silber und Gold einzutreiben,
das er dem Pharao geben sollte. Er war fünfundzwanzig Jahre alt, als
er König wurde und tat, was dem Herrn mißfiel. Zu seiner Zeit
zog Nebukadnezar (Nabuchopnosor) II., der König von Babel (605 - 562
Chr.), nach Jerusalem. Jojakim wurde ihm untertan für drei Jahre,
dann fiel wieder von ihm ab.Da ließ der Herr die Streitscharen der
ChaIdäer, der Syrer, der Moabiter und der Ammoniter gegen Juda los,
als Strafe für begangenen Sünden. Vergebens bekämpfte Jojakim
sie bis zu seinem Tod. Dann wurde Jojachin (597 v. Chr.) sein Sohn, König
seiner Statt.) Der König von Ägypten aber zog nicht er aus seinem
Lande aus, denn der König von Babel hatte alles erobert, was dem König
von Ägypten gehörte, vom Nil bis zum Euphratstrom. Jojachin regierte
nur drei Monate. Dann zog Nebukadnezar, der König von Babel, gegen
Jerusalem heran, und die Stadt wurde belagert. Jojachin ergab sich mit
seiner Mutter, seinen Dienern, Obersten und Hofleuten. Der König von
Babel nahm ihn gefangen. Alle Schätze des Tempels und die Schätze
des königlichen Palastes führte er weg und zerschlug alle goldenen
Geräte, die Salomo für den Tempel des Herrn hatte machen lassen. Alle
Obersten und die wehrfähigen Männer, siebentausend an der Zahl,
auch alle Schmiede und Schlosser, führte er gefangen hinweg; im ganzen
zehntausend Mann. Niemand blieb zurück als das niedere Landvolk. Er
führte Jojachin nach Babel. Die Mutter und die Frauen des Königs
sowie seine Hofleute, die Großen des Landes und die wehrfähigen
Männer, sie alle wurden gefangen nach Babel geführt. Der König
von Babel machte Jojachins Onkel Matthania zum König an seiner Statt
und änderte seinen Namen in Zedekia (597 - 586 v. Chr.).Zedekia war
einundzwanzig Jahre alt, als er König wurde; elf Jahre regierte er
zu Jerusalem. Aber er tat, was dem Herrn mißfiel; genau so, wie Jojakim
getan hatte. |
Jeremia sagt das Schicksal Zedekias voraus
 
| Zedekia aber fiel vom König von Babel ab.
Im neunten Jahre seiner Regierung, am zehnten Tage des zehnten Monats,
zog Nebukadnezar, der König von Babel, mit all seiner Heeresmacht
gegen Jerusalem und belagerte die Stadt.Der König Zedekia sandte zwei
Priester zum Propheten Jeremia und ließ ihm sagen: "Bete doch für
uns zum Herrn, unserem Gott." Damals aber ging Jeremia noch frei ein und
aus unter dem Volke. Das Heer des Pharao war nämlich von Ägypten
aufgebrochen; die Chaldäer aber, die Jerusalem belagerten, waren auf
diese Nachricht hin abgezogen.Da erging das Wort des Herrn an Jeremia:
"Dies sollt ihr dem König von Juda antworten: 'Siehe, das Heer des
Pharao, das ausgezogen ist, euch zu helfen, wird nach Ägypten zurückkehren.
Die Chaldäer aber werden wiederkommen und diese Stadt angreifen und
verbrennen. So spricht der Herr: Betrügt euch nicht selbst, indem
ihr denkt: Gewiß ziehen jetzt die Chaldäer von uns ab. Nein,
sie werden nicht abziehen! Wenn ihr gleich das ganze Heer der Chaldäer
schlagen könntet, und es blieben von ihnen nur etliche Verwundete
übrig in ihren Zelten, sie würden trotzdem aufstehen und diese
Stadt verbrennen.' " Und zu allem Volke redete Jeremia, indem er sprach:"So
spricht der Herr: Wer in dieser Stadt bleibt, der wird durch Schwert, Hunger
oder Pest umkommen. Wer sich aber den Chaldäern ergibt, der wird davonkommen,
er wird sein Leben als Beute davontragen und am Leben bleiben. Denn der
Herr spricht: Diese Stadt wird sicherlich in die Gewalt des Heeres des
Königs von Babel gegeben werden, und er wird sie einnehmen." Da sprachen
die Fürsten zum König: "Diesen Mann sollte man töten! Er
lähmt ja nur den Kampfesmut des Volkesl Denn dieser Mann will nicht
das Heil, sondern das Unheil dieses Volkes!" Der König Zedekia antwortete:
"So soll es sein. Er ist in eurer Hand." Der König vermochte nichts
gegen sie.Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne des Malchia,
die sich im Wachhofe befindet. Sie ließen Jeremia an Seilen hinunter;
aber es war kein Wasser, sondern nur Schlamm in der Zisterne, und Jeremia
sank im Schlamme ein. Als aber der Äthiopier Ebedmelech, ein Kämmerer
im Königspalaste, vernahm, was mit Jeremia geschehen war, ging er
zum König, der gerade im Benjamintor zu Gericht saß, und sprach:
"Mein Herr und König! Diese Männer haben übel gehandelt,
als sie den Jeremia in die Zisterne geworfen haben. Er wird dort vor Hunger
sterben, es ist ja kein Brot mehr in der Stadt. "Da gebot der König
dem Äthiopier Ebedmelech, drei Männer zu nehmen und Jeremia aus
der Zisterne zu retten, bevor er starb. Ebedmelech nahm die Männer,
holte Lappen von abgetragenem und verschlissenem Zeug und ließ sie
an Seilen in die Zisterne hinunter.Dann sagte er zu Jeremia: "Lege das
abgetragene und verschlissene Zeug zwischen deine Achselhöhlen und
die Seile."Jeremia tat das; dann zogen sie ihn aus der Zisterne herauf,
und Jeremia blieb im Wachhof. Der König Zedekia aber sandte hin und
ließ ihn zum Eingang des Tempels holen. Der König sprach zu
ihm: "Ich will dich etwas fragen! Verhehle mir nichts!" Jeremia antwortete:
"Wenn ich es dir sage, wirst du mich da nicht töten lassen? Wenn ich
dir aber rate, wirst du auf mich hören ?" Da schwor ihm der König
einen Eid und sprach: "So wahr der Herr lebt, der uns geschaffen hat, ich
werde dich nicht töten und dich nicht in die Hände jener Männer
geben, die dir nach dem Leben trachten." |
Zedekia mißachtet Jeremias Rat
 
| Nun sprach Jeremia zu König Zedekia: "So
spricht der Herr, der Gott der Heerscharen, der Gott Israels: 'Wenn du
dich den Fürsten des Königs von Babel ergibst, bleibt dein Leben
erhalten, und diese Stadt wird nicht verbrannt! Wenn du dich aber den Fürsten
des Königs von Babel nicht ergibst, so wird diese Stadt in die Hand
der Chaldäer gegeben! Diese werden sie verbrennen, und du selbst wirst
ihrer Hand nicht entrinnen.' " Da sprach der König zu Jeremia: "Ich
fürchte mich vor den Judäern, die schon zu den Chaldäern
abgefallen sind. Man könnte mich ihnen ausliefern, und sie werden
mich schlecht behandeln." Jeremia antwortete: "Man wird dich nicht ausliefern!
Höre doch auf die Stimme des Herrn, dann wird es dir wohl ergehen,
und du wirst am Leben bleiben. Wenn du dich aber weigerst, werden alle
deine Frauen und Kinder von den Babyloniern hinausgeführt, und deinetwegen
wird diese Stadt verbrannt werden." Da sprach Zedekia zu Jeremia: "Niemand
darf von diesem Gespräch erfahren, sonst wäre es dein Tod. Wenn
die Fürsten vernehmen, daß ich mit dir geredet habe und sie
dir drohen, so antworte ihnen, daß du mich angefleht hast, dich nicht
wieder ins Gefängnis du tun." Tatsächlich kamen alle Fürsten
zu Jeremia und fragten ihn. Er aber antwortete, wie ihm der König
befohlen hatte. So erfuhr niemand von dem Gespräch, und man ließ
ihn in Ruhe.So blieb denn Jeremia im Wachhof bis zu dem Tage, da Jerusalem
eingenommen wurde. |
Jerusalem wird zerstört
| Die Chaldäer belagerten Jerusalem elf Jahre
während der Regierungszeit des Zedekias. Am neunten Tag des vierten
Monats im elften Jahr der Belagerung wurde eine Bresche in die Stadtmauer
gelegt.Die Stadt wurde eingenommen. Der König mit allen Kriegsleuten
floh und machte bei Nacht einen Ausfall aus der Stadt in der Richtung nach
dem Garten des Königs durch das Tor zwischen den beiden Mauern. Das
Heer der Chaldäer aber jagte ihnen nach und holte Zedekia im Steppengebiet
von Jericho ein, und sein Heer wurde in alle Winde zerstreut.Sie griffen
den König und führten ihn zum König von Babel nach Ribla,
der ihm das Urteil sprach.Sie richteten die Söhne Zedekias vor dessen
eigenen Augen hin, blendeten ihn und legten ihn in Ketten, um ihn dann
nach Babel zu bringen.
Klage um Jerusalem
Ach, wie sitzt so einsam die Stadt,einst reich
an Volk ! Wie ist sie zur Witwe geworden,die groß war unter den Völkern
! Die da Fürstin war unter den Städten, ist dienstbar geworden.Sie
weint und weint durch die Nacht,Tränen auf der Wange;keiner ist da,
der sie tröstet, von all ihren Liebhabern,all ihre Freunde sind untreu,sind
ihr zu Feinden geworden. Jerusalem gedenkt der Tage ihres Elends und ihrer
Irrsal, all ihrer Kostbarkeiten,die sie einst besaß,da ihr Volk in
Feindeshand fiel,keiner ihr half.Schwer hat Jerusalem gesündigt,darum
ist sic zum Abscheu geworden; die sie in Ehren hielten, verachten sie.
Kommt, ihr alle, die ihr vorübergeht,schauet und seht,ob ein Schmerz
sei wie der Sehmerz,der mir angetan worden,mit dem der Herr mich geschlagen
am Tage seines Glühenden Zornes.
Lieder der Verbannten
Klagelied 5
Gedenke, o Herr, was uns geschehen, schau her und
sieh unsere Schmach ! Unser Erbe ist Fremden zugefallen, Ausländern
unsere Häuser. Wir sind Waisen geworden, vaterlos, unsre Mütter
Witwen.Die Freude unsres Herzens hat ein Ende, unser Reigen hat sich in
Klage verkehrt.Die Krone uneres Hauptes ist gefallen.Wehe uns, daß
wir gesündigt haben !Du, o Herr, thronest in Ewigkeit, dein Thron
steht für und für.Warum willst du unser auf immer vergessen,
uns so lange verlassen? Führe uns zu dir zurück, o Herr,
auf daß wir wiedekehren ! Erneuere unsre Tage wie vor alters! Oder
hast du uns gänzlich verworfen,zürnest uns gar so sehr?
(Der Psalm der Gefangenen in Babylon, ein
Loblied für den Herrn und ein Lied der Trauer und des Heimwehs, ist
gleichzeitig ein Gebet um Vergeltung an den babylonischen Unterdrückern.)
Psalm 137
An den Strömen Babels, da saßen wir
und weinten, wenn wir Zions gedachten; an die Weiden im Lande hängten
wir unsere Harfen. Denn dort hießen uns singen, die uns hinweggeführt,
hießen uns fröhlich sein unsere Peiniger: Singt uns eines von
den Ziomliedern ! "Wie könnten wir des Herrn Lied singen auf fremder
Erde" ~Vergesse ich deiner, Jerusalem, so müsste meine Rechte verdorren
! Die Zunge müsste mir am Gaumen kleben, wenn ich dein nicht gedenke,
wenn ich nicht Jerusalem setze über meine höchste Freude ! Gedenke,
o Herr, der Söhne Edoms an den Tag Jerusalems, die da sprachen: "Nieder,
nieder mit ihr bis auf den Grund !" Tochter Babel, Verwüsterin ! Wohl
dem, der dir vergilt, was du uns getan ! Wohl dem, der deine Kindlein packt
und am Felsen zerschmettert! |
Daniel in der Verbannung -

| (Verschiedene Leiden der Juden im Exil wurden
in den Erzählungen Daniels berichtet. Er war noch ein Kind, als Jerusalem
den Babyloniern in dieHand fiel und er von ihnen verschleppt wurde. Über
ein halbes Jahrhundert, von Nebukadnezarbis zum Perserkönig Cyrus,
spielte Daniel in Babel eine wichtige Rolle als einflußreicher Ausländer).
Im dritten Jahre der Regierung Jojakims, des
Königs von Juda, kam Nebukadnezar, der König von Babel, nach
Jerusalem und belagerte es. Er nahm einen Teil der Geräte des Gotteshauses
und brachte sie in das Land Sinear in das Schatzhaus seines Gottes.Der
König befahl Aspenas, dem Obersten seiner Kämmerer, er solle
von den Israeliten, aus dem königlichen Geschlecht und aus den vornehmsten
Familien, junge Leute an den Hof bringen, die ohne jeden Makel und von
schöner Gestalt wären, begabt für jegliche Wissenschaft,
von gutem Verstand und rascher Auffassung, und somit befähigt, als
Pagen im königlichen Palaste zu dienen. Diese solle er in der Schrift
und Sprache der Chaldäer unterweisen und sie drei Jahre lang erziehen.
Der König ließ ihnen den täglichen Unterhalt von der königlichen
Tafel und von seinem eigenen Weine zukommen.Unter ihnen waren auch Judäer:
Daniel, Hananja, Misael und Asarja. Diesen gab der oberste Kämmerer
andere Namen; den Daniel nannte er Beltsazzar, den Hananja Sadrach, den
Misael Mesach und den Asarja Abed-Nego.
Daniel weigert sich, des Königs Speise
zu essen
Daniel aber war entschlossen, sich nicht mit der
Speise von der königlichen Tafel und mit dem Weine, den der König
trank, zu verunreinigen. Da bat er, sie nicht essen und trinken zu müssen.Gott
ließ Daniel bei dem obersten Kämmerer Verständnis und Erbarmen
finden. Der oberste Kämmerer jedoch sprach zu ihm: "Ichf ürchte
nur, mein Herr, der König, der euch Speise und Getränk bestimmt
hat, könnte finden, daß ihr schlechter aussehet als die anderen
Knaben, eure Altersgenossen, und dann wäre euretwegen beim König
mein Kopf verwirkt." Da sprach Daniel zu Hammelzar, den der oberste Kämmerer
über Daniel, Hanania, Misael und Asarja gesetzt hatte: "Versuche es
doch zehn Tage lang mit deinen Knechten. Man gebe uns Gemüse zu essen
und Wasser zu trinken, und dann beurteile unser Aussehen und das der Knaben,
die von der königlichen Tafel zu essen bekommen. Je nachdem du es
dann findest, magst du mit deinen Knechten verfahren."Er erfüllte
diese Bitte und versuchte es zehn Tage lang mit ihnen. Nach zehn Tagen
aber sahen sie besser und wohlgenährter aus als die Knaben, die von
der königlichen Tafel zu essen bekamen.Von nun an stellte Hammelzar
ihre Speise und den Wein, den sie trinken sollten, immer beiseite und gab
ihnen Gemüse.Diesen vier Knaben aber gab Gott Wissen und Verständnis
für jegliche Schrift und Wissenschaft. Daniel verstand sich auch auf
Gesicht und Träume aller Art. Als nun die Zeit, nach welcher der König
sie bei ihm einzufahren befohlen hatte, verflossen war, führte sie
der oberste Kämmerer vor Nebukadnezar. Der König unterhielt sich
mit ihnen. Da zeigte sich, daß keiner unter ihnen dem Danid, Hananja,
Mispel und Asarja gewachsen war. So traten sie denn in den Dienst des Königs.In
allen Fragen, wo es auf Wissen und Einsicht ankam und in denen der König
ihren Rat einholte, fand er sie allen Gelehrten und Astrologen in seinem
Rüche zehnfach überlegen.Daniel blieb bis zum ersten Jahr des
Königs Cyrus. |
Das goldene Standbild

| Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes
Standbild machen, sechzig Ellen hoch und sechs Ellen breit, und es in der
Ebene von Dura in der Provinz Babel aufrichten. Dann sandte der König
Nebukadnezar Boten aus, um die Fürsten, Vorsteher und Statthalter,
die Generäle, Schatzmeister, Rechtsgelehrten und hohen Tempelbeamten,
kurz, alle Machthaber in den Provinzen, zu versammeln, damit sie das Standbild
sahen.Es versammelten sich also die Fürsten, Vorsteher und Statthalter,
die Generäle, Schatzmeister, Rechtsgelehrten und hohen Tempelbeamten,
kurz, alle Machthaber in den Provinzen, um das Standbild zu sehen, das
der König Nebukaduezar hatte errichten lassen, und stellten sich dem
Bilde gegenüber auf.Dann rief der Herold mit mächtiger Stimme:
"An euch, ihr Völker, ergeht der Befehl: Wenn ihr den Klang der Hörner,
Pfeifen, Zithem, Hackbretter, Doppelflöten und aller Arten von Musik
hört, sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der
König Nebukadnezar errichten ließ. Wer nicht niederfällt
und anbetet, wird sofort in den brennenden Feuerofen geworfen." Sobald
die Völker den Klang der Hörner, Pfeifen, Zithern, Harfen, Hackbretter
und aller Arten von Musik hörten, fielen sie nieder und beteten das
goldene Bild an, das der König Nehukaduezar errichten ließ.
Die Chaldäer verklagen die Juden
Zur gleichen Zeit traten einige Chaldäer
auf und verklagten die Juden. Sie sprachen zum König Nebukadnezar:
"O König, mögest du ewig leben! Du, o König, hast den Befehl
erlassen, daß jeder, der den Klang der Hörner, Pfeifen,Zithern,Harfen,
Hackbretter, Doppelflöten und aller Art von Musik hört, niederfallen
und das goldene Bild anbeten soll. Wer nicht niederfällt und anbetet,
soll in den brennenden Feuerofen geworfen werden.Nun sind da etliche Juden,
die du mit der Verwaltung der Provinz Babel betraut hast: Sadrach, Mesach
und Abed-Nego. Diese Männer kümmern sich nicht um deinen Wunsch.
Sie dienen deinen Göttern nicht und beten das goldene Bild nicht an,
das du hast aufrichten lassen."Da befahl Nebukadnezar in grimmigem Zom,
Sadrach, Mesach und Abed-Nego vor ihn zu führen. Er sprach zu ihnen:
"Ist es wahr, Sadrach, Mesach und Abed-Nego, daß ihr meinen Göttern
nicht dient und das goldene Bild, das ich errichtet habe, nicht anbetet
? Wenn ihr bereit seid, beim Klang der Hörner, Pfeifen, Zithern, Harfen,
Hackbretter, Doppelflöten und aller Arten von Musik, niederzufallen
und das Bild anzubeten, das ich habe machen lassen, so ist es gut. Wenn
ihr es aber nicht anbetet, werdet ihr sofort in den brennenden Feuerofen
geworfen. Welcher Gott könnte euch aus meiner Hand erretten?" |
Das Feuer läßt die drei Männer
unversehrt

| Da wurde Nebukadnezar voll Grimm und sein Gesicht
wurde hart zu Sadrach, Mesach und Abed-Nego. Alsbald gab er den Befehl,
den Ofen siebenmal stärker zu heizen, als gewöhnlich. Auch befahl
er den stärksten Männern in seinem Heer, Sadrach, Mesach und
Abed-Nego zu binden und sie in den brennenden Feuerofen zu werfen.Da der
Ofen auf Befehl des Königs über die Maßen stark geheizt
war, wurden die Männer, die Sadrach, Mesach und Abed-Nego hin führten,
von der Feuerflamme getötet. Sadrach, Mesach und Abed-Nego aber blieben
mitten im Feuer unversehrt. Da sprang der König Nebukadnezar entsetzt
auf und sprach zu seinen Räten: "Haben wir nicht drei Männer
gebunden ins Feuer geworfen ?" Sie antworteten: "Gewiß, o König!"
Der König sprach: "Ich sehe aber vier Männer ohne Fesseln und
unversehrt im Feuer umhergehen, und der vierte sieht aus wie ein himmlisches
Wesen." Dann trat Nebukadnezar an die Öffnung des brennenden Feuerofens
und sprach: "Sadrach, Mesach und Abed-Nego, ihr Diener des höchsten
Gottes, tretet heraus und kommt her!" Da kamen Sadrach, Mesach und Abed-Nego
aus dem Feuer heraus. Es versammelten sich alle Fürsten, Beamten,
Statthalter und Räte des Königs; sie sahen, daß das Feuer
keine Macht über den Leib jener Männer gehabt hatte, daß
auch das Haar auf ihrem Haupte nicht versengt und ihre Mäntel nicht
beschädigt waren, und daß auch kein Brandgeruch an ihnen war.Da
sprach Nebukadnezar: "Gepriesen sei der Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos,
der seinen Engel gesandt und seine Diener gerettet hat, die auf ihn vertraut,
den königlichen Befehl übertreten und ihr Leben aufs Spiel gesetzt
haben, damit sie keinen Gott verehren und anbeten müssen außer
ihrem Gott! So erlasse ich nun den Befehl: Wer immer, welches Volkes, welcher
Nation oder Zunge er auch sei, gegen den Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos
etwas sagt, der wird in Stücke zerhauen, und sein Haus wird zu einem
Trümmerhaufen gemacht; denn es gibt keinen anderen Gott, der so zu
erretten vermöchte." Der König setzte hierauf Sadrach, Mesach
und Abed-Nego wieder in ihre Würde ein in der Provinz Babel. |
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