

| Kein anderes Buch wird so viel gedruckt...und
doch nur so wenig gelesen. In wohl jedem europäischen Haushalt ist
mindestens ein Exemplar der Bibel vorhanden. Darin gelesen wird höchst
selten. Favorisiert wird das Neue Testament. Zur Weihnachtszeit füllen
sich die ansonsten meist leeren Kirchenbänke, erinnern wir uns der
Evangelien, blättern vielleicht in der "Weihnachtsgeschichte". Ansonsten
aber bleibt die Bibel meist unbeachtet. Von hundert Bibelbesitzern, so
ergab unlängst eine Umfrage in Deutschland, sind nur fünfzehn
auch tatsächlich Bibelleser.
Ich habe mir deshalb in wochenlanger Kleinarbeit die Mühe gemacht, die Bibel etwas zu illustrieren. Vielleicht wird sie ja durch die Bilder etwas interessanter - für jung und alt :-) M.-G. Boffo |
Der Garten Eden

| Es entspringt aber ein Strom in Eden und bewässert den Garten, und hinter dem Garten teilt er sich in vier Arme. Der erste heisst Pison, der zweite Gihon,der dritte Hiddekel und der vierte Euphrat. |
Die Schlange im Garten

| Die Schlange aber war listiger als alle Tiere
des Feldes, die der Herr gemacht hatte, und sie sprach zu der Frau: "Gott
hat euch wohl gar verboten, von den Früchten der Bäume des Gartens
zu essen"? Die Frau sprach: "Wir dürfen von den Früchten essen,
nur nicht vom Baum der Mitte des Gartens. Ihr dürft nicht davon essen
und sie nicht anrühren, sonst müsst ihr sterben".
"Ihr müsst nicht sterben", sprach die Schlange, "Gott weiss, dass euch die Augen aufgehen werden, wenn ihr von den Früchten esst; ihr werdet wie Gott sein und wissen, was gut und böse ist". |
Adam und Eva werden aus dem Paradies vertrieben

| Eva fiel auf die Worte der Schlange herein und
aß von der verbotenen Frucht. Da sprach Gott zu Schlange: "Weil du
das getan hast, bist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren des
Feldes. Auf dem Bauche sollst Du kriechen und Staub fressen dein Leben
lang".
An Eva gewandt sprach Gott: "Ich will dir viele Leiden machen; mit Schmerzen sollst du deine Kinder gebären. Nach deinem Manne wirst du verlangen; er aber soll dein Herr sein". Zu Adam sprach er: "Weil du auf deine Frau gehört und von der Frucht gegessen hast, soll deinetwegen der Erdboden verflucht sein. Mit Mühsal sollst du dich von ihm ernähren, bis du zurückkehrst zur Erde, von der du genommen". Er machte beiden Felle und legte sie ihnen um mit den Worten: "Siehe, der Mensch ist geworden wie wir; wenn er jetzt seine Hand ausstreckt und vom Baum des Lebens ißt, so wird er ewig leben", und er vertrieb beide aus dem Garten Eden, den er durch Cherubime mit flammenden Schwertern bewachen ließ. |
Kain und Abel, Adams Söhne
Abel wurde Schäfer...
...Kain aber wurde Ackerbauer
Der Brudermord

| Adam nannte seine Frau Eva, und sie sie wurde
die Mutter aller Menschen. Sie gebar Kain und später Abel. Eines Tages
geschah es, dass Kain von den Früchten des Ackers dem Herrn ein Opfer
brachte und auch Abel brachte das fetteste und beste seiner Lämmer.
Der Herr sah mit Wohlgefallen auf Abel und sein Opfer, mit Kain und dessen
Opfer aber war er nicht zufrieden. Da wurde Kain böse und machte ein
finsteres Gesicht. Dem Herrn erwiederte er nichts in seinem Zorn. Später,
als er mit Abel auf dem Felde war, erhob er seine Hand gegen den Bruder
und schlug diesen tot. Gott fragte ihn, wo denn sein Bruder sei? Kain erwiederte:
"Ich weiss es nicht. Bin ich denn der Hüter meines Bruders"? Gott
aber sprach: "Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit zu mir
empor. Verflucht sollst du sein und wenn du den Acker bebaust, soll er
dir von nun an seine Früchte nicht mehr geben. Unstet und flüchtig
sollst du sein auf Erden".
"Eine so schwere Strafe kann ich nicht tragen und jeder der mir begegnet, (?) wird mich totschlagen". (Wer sollte ihm begegenen? Es gab doch nur Adam und Eva und ihn?) "Niemand wird Kain totschlagen", meinte der Herr. "Wer immer Kain totschlägt, an dem wird sein Tod siebenfach gerächt". Gott versah Kain mit einem Zeichen, damit niemand der ihm begegnete, (?) ihn totschlug. Kain ging ins Land Nod - östlich von Eden und nahm dort eine Frau. (?) Eva gebar einen anderen Sohn und nannte ihn Seth. Gott hat ihn ihr für Abel gegeben. Adam wurde sehr alt und Eva gebar noch viele Söhne und Töchter. So mehrten sich die Menschen auf der Erde, und auf Adam und Eva folgten noch viele Generationen. In der neunten Generation lebte ein Mann namens Noah... |

| Der Herr aber sah, dass die Menschen sehr verdorben geworden waren, und dass ihr Sinn und ihr Herz nur nach dem stand. Er sprach daher zu Noah: "Ich habe das Ende allen Fleisches beschlossen. Alle Lebewesen werde ich von der Erde vertilgen, denn die Erde ist voll Übel und Missetat. Mache dir eine Arche aus Nadelholz, teile sie in viele Zellen und mache sie innen und aussen dicht mit Pech. So sollst du sie bauen: dreihundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und dreissig Ellen hoch. Mache ein Fenster hinein und an der Seite eine Tür. Du sollst in die Arche gehen mit deiner Frau und deinen drei Söhnen und deren Frauen. Von allen Tieren auf Erden sollst du von jeder Art ein Paar in die Arche führen. Ein Männchen und ein Weibchen sollen es sein, von jeder Art; Vögel, Vieh und alle Tiere, die auf der Erde kriechen. Nimm auch von jeder Speise mit, die man ißt". (*Eine Elle ist 50 cm. Demnach war die Arche 150 Meter lang, 25 Meter breit und 15 Meter hoch* - Für die Aufnahme von jeder Tierart ein Pärchen, dazu das Futter für die Tiere und die Lagerung jeder Speise, die man ißt? ...Möge sich jeder selbst sein Urteil bilden...) |
Die Arche landet

| Die Fenster des Himmels schlossen sich und dem
Regen wurde Einhalt geboten. Noah, seine Frau und die Söhne mit ihren
Frauen verließen die Arche. Noah baute dem Herrn einen Altar und
brachte ihm ein Brandopfer von allen reinen Tieren und allen reinen Vögeln.
Der Herr roch den lieblichen Duft und sprach zu sich selbst: "Nie mehr
will ich die Erde um der Menschen Willen verfluchen. Solange die Erde besteht,
sollen nicht mehr aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer
und Winter, Tag und Nacht". Und Gott segnete Noah und seine Söhne
und sprach zu ihnen:
"Seid fruchtbar und mehret euch. Siehe ich schliesse einen Bund mit euch und eueren Nachkommen und ich verspreche, dass nie wieder eine Sintflut die Erde zerstören soll. Dieses Versprechen ist ein Bund, den ich schliesse zwischen mir und euch und allen Lebewesen, die bei euch sind, auf ewige Zeiten". |
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