Grausame Hinrichtungsmethode:
Lebendig und gefesselt ins Moor geworfen
3
Nicht nur die ihnen eigentümliche Kriegslust und Beutegier, vor allem der Druck ihrer ständig wachsenden Bevölkerung trieb die Germanen in den nachchristlichen Jahrhunderten, auf Landraub auszugehen. Von Friesland bis zum Schwarzen Meer mußte das Römische Reich sich ihrer erwehren. Im Jahre 213 durchbrachen Alemannen und Chatten den Limes. Der römische Kaiser erkaufte ihren Rückzug mit Gold. Aber sie kamen wieder ... 259 mußte der mehrmals erneuerte Limes aufgegeben werden. Franken am Nieder- und Mittelrhein, Burgunder und Alemannen am Oberrhein, sie und andere Stämme berannten die Grenzen des Imperiums, brachen in die linksrheinischen Gebiete ein, unternahmen Plünderungszüge, zerstörten römische Städte in Gallien, darunter Trier. Die Alemannen drangen sogar bis Oberitalien vor. Und wenn sie alle auch zunächst nur wenig dauernden Geländegewinn erreichten, mal siegten und mal besiegt wurden, die Kraft des Römischen Reiches erschöpfte sich langsam. Schon längst war das einst so stolze Imperium in Zersetzung begriffen durch die blutigen Rivalitätskämpfe seiner Führungsschicht und daher nicht mehr in der Lage, sich mit ausschließlich eigenen, römischen Kräften zu verteidigen.
Nur bei der Herstellung von
Bekleidung wurden Talgfackeln benutzt
5
Die Westgermanen hingegen hatten sich, meist ohne ihre alten Stammesgebiete aufzugeben, über den Rhein und nach Südwesten vorgeschoben, am erfolgreichsten die Franken. Weiter im Inneren, bis zur Elbe, wohnten noch germanische Völkerschaften, die zum Teil neue Stämme bildeten. Daß die Westgermanen ihre Basis nicht verließen, sondern nur ausdehnten, hat letztlich die Bildung eines deutschen Volkes ermöglicht.
Der erste asiatische Ansturm
Diesmal kämpften die ehemaligen
Feinde der Germanen - die Römer...
6

